MB 1 Vielseitiges Licht
Mit dem Laser zum eigenen Schmuckstück
Licht in Form von Laserstrahlung stellt ein vielseitiges Werkzeug dar, das
z.B. zum Schweißen, Ausschneiden und Beschriften verwendet werden
kann. Den Weg vom Entwurf einer Geometrie bis zum fertigen Gegenstand
könnt Ihr während der Herstellung eines eigenen Schmuckstücks oder Schlüsselanhängers kennen lernen.
Überlegt Euch einfach im Vorfeld, was Ihr gerne ausschneiden möchtet,
z.B. einen Smiley oder ein Seepferdchen, und macht dazu eine Skizze.
Die Geometrie sollte keine sehr kleinen Winkel enthalten.
Nach einer kurzen Einführung zur Funktionsweise des Lasers gehen wir
zum praktischen Teil über: Ihr werdet nun Euren mitgebrachten Entwurf in
ein Konstruktionsprogramm am PC übertragen, woraus dieser ein soge-
nanntes NC-Programm für die Lasersteuerung generiert. Anschließend
könnt Ihr direkt neben dem Laser stehen und zusehen, wie er Eure Kreati-
on aus einem Edelstahlblech ausschneidet. Das fertige Teil kann nun
noch z.B. mit Eurem Namen oder einem kurzen Text beschriftet werden.
Vorkenntnisse sind keine erforderlich.
MB 2 Zahn um Zahn
Wozu braucht man eigentlich Getriebe?
Getriebe nutzen wir eigentlich täglich, wohin man schaut – egal ob elektrische Zahnbürsten, Oma’s Handmixer, CD-Player, Automatikgetriebe in Autos oder das eigene Fahrrad - alle diese Geräte benötigen für ihre Funktion Getriebe, auch wenn man das nicht auf den ersten Blick sieht.
Ein Getriebe ist ein klassisches Element des Maschinenbaus. Wir nutzen es, um Drehzahlen und Drehmomente zu verändern. Was das bedeutet? Welche Aufgaben und Funktionen hat ein Getriebe? Wo werden Getriebe überall eingesetzt? All diese und noch viel mehr Fragen werden wir im Praktikum klären. Dazu baut ihr zunächst selbst einige Getriebevarianten zusammen um die verschiedenen Getriebearten besser kennenzulernen. Anschließend werdet ihr ein echtes Industriegetriebe komplett auseinander nehmen. Dadurch erfahrt Ihr mehr über die einzelnen Bestandteile und deren Funktion.
MB 3 Beanspruchungsanalyse von Bauteilen
Wann gibt der Kranhaken nach?
Ein Fahrrad, ein Auto - jede von Euch kennt diese Produkte des täglichen Lebens. Gemeinsam ist ihnen, dass sie bei Nutzung einer mechanischen Belastung ausgesetzt werden. Bei der Entwicklung solcher Produkte ist zu berücksichtigen, dass sie genügend Sicherheit hinsichtlich mechanischem Versagen bieten. Aus diesem Grund muss eine Beanspruchungsanalyse durchgeführt werden. Ziel der Analyse ist es, kritische Stellen im Bauteil zu entdecken und diese auf ihre Festigkeit zu überprüfen. Die Beanspruchungsanalyse kann man experimentell am realen Bauteil, an einem Ersatzmodell oder mittels Simulation am Computer durchführen.
Im Rahmen dieses Praktikumsversuchs könnt Ihr untersuchen, wie hoch die maximale Belastung eines Bauteils sein darf, damit es sich nicht verformt oder gar bricht. Am Beispiel eines Kranhakens lernt Ihr dabei verschiedene Methoden (Spannungsoptik, Rasterverfahren, Computersimulation) zur Durchführung einer Beanspruchungsanalyse kennen.
Weiterhin müsst Ihr zur Bestimmung der maximal zulässigen Bauteilbelastung die Werkstoffkennwerte des Materials kennen, aus dem der Kranhaken hergestellt ist. Diese Kennwerte ermittelt Ihr durch einen Zugversuch. Am Ende des Praktikumsversuchs werden wir die Ergebnisse der einzelnen Untersuchungen vergleichen und, um die Richtigkeit Eurer Beanspruchungsanalyse zu prüfen, den Kranhaken so stark belasten, dass er zerreißt.
Ihr braucht für diesen Versuch keine speziellen Vorkenntnisse, es reicht, wenn Ihr außer Spaß und Interesse an Technik eine Portion Neugierde mitbringt.
MB 4 Vom Pulver zum eigenen Designobjekt
Der Werkstoff Kunststoff ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.
In allen Bereichen des Lebens haben wir mit "Plastik" zu tun, angefangen
bei Gebrauchsgegenständen wie z.B Zahnbürsten, Handyschalen, Ge-
tränkeflaschen und Joghurtbechern über Kleidungsstücke oder Sportartikel
wie Snowboards bis hin zu High-Tech-Anwendungen in der Luft- und
Raumfahrt.
Ein noch junges Verfahren zur Herstellung von Prototypen, Unikaten und
Kleinstserien aus Kunststoff ist das Selektive Lasersintern. Aus einem
Kunststoffpulver können schichtweise beliebige 3-dimensionale Gegen-
stände hergestellt werden. Dabei sind der Gestaltungsfreiheit keine Gren-
zen gesetzt.
Wenn Ihr erfahren möchtet, wie dieses Verfahren funktioniert, seid Ihr bei
uns herzlich willkommen. In unserem Technikum haben wir modernste
Fertigungsmaschinen für die Kunststoffverarbeitung. Außerdem findet Ihr
bei uns Labore, in denen die Kunststoffprodukte auf ihre Eigenschaften
untersucht werden. In unserem Praktikum könnt Ihr dies alles kennen ler-
nen und Produkte selbst herstellen.
Im Praktikum entwerft Ihr mit Hilfe eines CAD-Systems Euer eigenes De-
signobjekt welches danach in einer Lasersinteranlage hergestellt wird. An-
schließend werden wir dieses mit Hilfe verschiedener Mikroskope "unter
die Lupe nehmen".
MB 5 Was ist eigentlich Fertigungsautomatisierung???
Die Zeiten, in denen Produkte noch von Hand montiert wurden, gehören immer mehr der Vergangenheit an. Genauso wie ölverschmierte, dreckige Arbeitsplätze und die Vorstellung, dass nur "starke" Männer in der Lage sind mit großen Maschinen umzugehen. Dies liegt unter anderem daran, dass heutzutage Werkstücke meist automatisch bearbeitet werden, um große Stückzahlen in gleichbleibender Qualität herzustellen. Für die Maschinen (egal ob Roboter oder Drehmaschine) müssen zuvor allerdings Programme geschrieben werden, die ihnen sagen, was sie genau zu tun haben und in welcher Reihenfolge sie arbeiten sollen.
In diesem Praktikum sollt Ihr einen Eindruck davon bekommen, was man mit den Maschinen und Robotern so alles anstellen kann, wie diese in einer Fabrik miteinander gekoppelt werden und Fertigungsprozesse dadurch automatisiert werden. Dabei habt Ihr u. a. die Gelegenheit, nicht nur zu sehen, wie diese Maschinen arbeiten, sondern könnt selbst einmal einen Roboter programmieren und diesen so "zum Leben erwecken". Oder er tritt als Euer persönlicher "Diener" auf und serviert Euch ganz charmant ein Getränk nach Wahl...Ziel dieses Tages ist, dass Ihr erkennt, dass Maschinenbau nicht nur langweiliger "Männerkram" ist, sondern ein modernes Studium, das auf Computer, Informationsverarbeitung und Frauen nicht mehr verzichten kann.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
MB 6 Erfassung biometrischer Merkmale
Jeder Mensch kann mit Hilfe biometrischer Merkmale beschrieben und identifiziert werden. Die Erfassung bestimmter Eigenschaften spielt daher in sicherheitsrelevanten Bereichen eine große Rolle. Aber auch im alltäglichen Leben sollen immer mehr Eigenschaften eines Menschen möglichst genau beschrieben werden. Dabei bestehen verschiedene Möglichkeiten, um z.B. die Dicke eines Haares, den Abstand der Augen oder die Form der Hand zu bestimmen.
Im Rahmen des Versuchs werden mit Hilfe verschiedener Messverfahren charakteristische Merkmale erfasst und ausgewertet. Dabei kann erprobt werden, wie die gängigen Sicherheitskontrollen technisch realisiert werden, aber auch welche Schwierigkeiten und Probleme oft mit den scheinbar einfachen Verfahren verbunden sind.
Aus den Ergebnissen der Messungen kann ein Datenblatt mit den gemessenen biometrischen Merkmalen zum Mitnehmen am Ende des Versuchs erstellt werden.
MB7 Umformtechnik – von der Coladose bis zur Fahrzeugkarosserie
Könnt Ihr Euch eine Welt ohne Umformtechnik vorstellen? Ja? Dann überzeugt Euch am LFT davon, dass sie ziemlich anders aussehen würde. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, aber sie wäre langweiliger, teurer und vor allem: viel flacher!
Fahrradrahmen, Getränkedosen, Kochtöpfe, Autos… alle diese Produkte werden heutzutage umformtechnisch hergestellt. Die Vielfalt an Produkten und die Geheimnisse ihrer Herstellung zeigen wir Euch bei unserem Versuch. Wie wird eine Autotür gemacht? Worauf kommt es bei der Werkstoffauswahl an? Und warum hat man einen Unfall besser mit einem Baguette als mit einer Weißwurst…? In einem aufschlussreichen und interaktiven Vortrag erklären wir es Euch. Dabei werdet Ihr eine ganze Fachrichtung neu kennen lernen und Ihr werdet selbst feststellen, wie spannend und interessant der Beruf der Ingenieurin ist. Und damit Ihr das nicht so schnell vergesst, dürft Ihr im Anschluss selbst Hand anlegen und Euch ein Souvenir basteln – selbstverständlich mittels Umformtechnik hergestellt.
Wir freuen uns auf Euch!

