WW 1 Geld regiert die Welt ...
…aber woraus besteht unser Geld eigentlich und welches ist die härteste Währung?
Während sich die meisten Menschen nur mit dem Wert des
Geldes beschäftigen, untersuchen wir im wahrsten Sinne des Wortes die
Härte des Geldes. Dabei wird sich zeigen, wer im Härtetest gewinnt: Dollar
oder Euro? Und was passiert, wenn wir dem Euro mal so richtig einhei-
zen?
Wir lernen ein einfaches Verfahren zur Dichtebestimmung kennen und
präparieren den Euro so, dass wir ihn anschließend "unter die Lupe" neh-
men können. Mithilfe des Mikroskops schauen wir uns Oberfläche und In-
nenleben der Münzen genauer an. Dabei sehen wir nicht nur, was sich im
Innern des Euros verbirgt, sondern verstehen auch, was den Euro so hart
macht. Mit dem Wissen über Münzen und das Material, aus dem sie be-
stehen, ist es nun leicht zu verstehen, wie z.B. moderne Automaten die
Echtheit von Münzgeld prüfen können.
WW 2 Metallschaum - Zukunftswerkstoff selbst gemacht
Um die Umwelt zu schonen, versucht man z.B. beim Auto den Kraftstoffausstoß zu senken. Dies gelingt, wenn man das Fahrzeug leichter macht. Eine hervorragende Möglichkeit das Gewicht zu senken, ist die Verwendung von einem sogenannten Metallschaum. Dies ist ein Bauteil aus Metall mit vielen Löchern im Innern.
Ein häufig verwendetes Herstellungsverfahren für Metallschäume ist das sogenannte "Backofenverfahren". Im Versuch werden wir Aluminiumpulver mit einem Treibmittel mischen und anschließend zu einer Tablette verpressen. In einem Ofen erhitzen wir die Tablette auf über 600°C, so dass das Aluminium flüssig wird. Bei diesen Temperaturen setzt das Treibmittel Gas frei. Dieses Gas erzeugt dann Löcher im Metall. Kühlt man das Metall ab, ist der Metallschaum fertig. Teile des Metallschaums werden wir im Labor speziell präparieren, so dass wir dann mit einem Lichtmikroskop in das "Innere" des Werkstoffs sehen können. Dort sieht es in jedem Schaum anders aus. Die fertigen Teile könnt Ihr mit nach Hause nehmen. Sie sind garantiert einmalig und ein hübscher Schmuckgegenstand.
Für die Versuche sind keine Vorkenntnisse nötig. Wir werden alles erklären und dann gemeinsam die Versuche durchführen.
WW 5 Kunststoffe
Die Vielfalt der Kunststoffe entdecken
Polymere, uns besser bekannt unter dem Namen Kunststoffe, sind aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken. Sie können für viele Bereiche eingesetzt werden. Beispielsweise Polymerfolien für Lebensmittelverpackungen oder Polymerschäume zur Dämmung und Isolation. Bei uns lernt Ihr kennen, wie man sie herstellt und verarbeitet und wie wichtige Gebrauchseigenschaften getestet werden.
Im ersten Versuchsteil dürft Ihr selbst Styropor® und Polyurethanschaum herstellen. Das Innere des Schaums kann dann unter dem Mikroskop betrachtet werden.
Im zweiten Teil stellen wir das Spritzgießen vor. Dabei werden Prüfstäbe aus verschiedenen Kunststoffen hergestellt. Im Anschluss lassen wir einerseits eine Zugkraft auf sie wirken, andererseits testen wir, wie sie sich bei tiefen Temperaturen verhalten.
Am Ende schauen wir uns noch die beim Zerreißen der Proben entstandenen Bruchflächen im Raster-Elektronen-Mikroskop mit einer bis zu 20.000-fachen Vergrößerung an. Außerdem dürft Ihr die Probenpräparation für das Raster-Elektronen-Mikroskop anhand von "Haarproben" selbst ausprobieren.
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
WW 6 Weiße Leuchtdiode
Die "Glühbirne" des 21. Jahrhunderts
Wolltet Ihr nicht schon immer wissen, wie Licht entsteht, welche Möglich-
keiten es gibt, seine Farbe zu verändern, und wovon es abhängt, welchen
Farbton unser Auge überhaupt wahrnimmt? Dann ist das genau das Rich-
tige für Euch: In diesem Versuch lernt Ihr die Grundlagen der Erzeugung
von Licht kennen. Ihr werdet staunen, wie viele Möglichkeiten es dabei
gibt! Aber weißes Licht setzt sich immer aus blauem, rotem und grünem
Licht zusammen. Je nachdem, wie hoch die einzelnen Anteile sind, emp-
finden wir das Weiß dann als "kalt" oder "warm". Ein gutes Modell dabei ist
eine weiße Leuchtdiode: Sie besteht aus einer Lichtquelle, die blau leuch-
tet und einem Leuchtstoff. Die Mischung der beiden Anteile ergibt weißes
Licht. Bei diesem Versuch könnt Ihr selbst auf Kunststofffolie verschiedene
Leuchtstoffschichten herstellen. Diese Folien werden anschließend von
Euch mit einer blauen Leuchtdiode als Strahlungsquelle versehen, und so
habt Ihr selbst eine weiße Leuchtdiode hergestellt, die Ihr natürlich auch
mit nach Hause nehmen könnt! Dabei werdet Ihr auch feststellen, mit
welch geringen Veränderungen man deutliche Farbabstufungen im hierbei
erzeugten "weißen" Licht erzielen kann. Im Laufe des Versuches bzw. bei
einer kleinen Exkursion durch den Lehrstuhl werden wir eine Einführung in
die Welt der organischen weißen Leuchtdioden machen.

